Energieeffizient: Burg kein Luftschloss mehr!

„Eine Burganlage ist auf den ersten Blick eigentlich genau das Gegenteil von Energieeffizienz, denn sie wurde als Verteidigungsanlage und Zuchthaus gebaut. Unsere Herausforderung war, die Leuchtenburg sowohl energetisch als auch bauklimatisch und damit finanziell in den Griff zu bekommen.“, so hat es Stiftungsvorstand und Ideengeber Sven-Erik Hitzer anlässlich der Preisverleihung am 12. November 2014 in Erfurt zusammengefasst.

Für ihr Nutzungskonzept mit einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wärmekonzept innerhalb der Schwierigkeiten, die ein historisches Denkmal mit sich bringt, wurde die Stiftung Leuchtenburg mit dem Thüringer EnergieEffizienzpreis 2014 ausgezeichnet.

Die Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA), hat den Preis zum nunmehr dritten Mal vergeben und wurde dabei von der Thüringer Energie AG als Hauptsponsor unterstützt.

Als energieeffiziente Maßnahmen kann die Stiftung Leuchtenburg unter anderem vorweisen:

  • Errichtung einer Biomassefeuerungsanlage (Pellets/Hackschnitzel)
  • Anbindung der sieben Burgbereiche an das Nahwärmenetz der Technikzentrale
  • Einsatz von Brettschichtholz beim Neubau des Besucherzentrums mit besonderen klimatischen Auswirkungen
  • Einsatz von WDVS als äußere Isolierung bei allen drei Neubauten
  • Einsatz von innerer Dämmung bei den Altbauten
  • Austausch der historischen und teilweise durchlässigen Fenster im Torhaus
  • Einsatz von LED und Niedrigenergie-Lampen in den Ausstellungsräumen

Die Bilanz: Über 800.000 kWh Heizenergieeinsparung gegenüber der herkömmlichen Beheizung, was ca. 50.000 € entspricht – Gelder, die anderweitig in die Erhaltung des Denkmals investiert werden können. Die Stiftung dankt der Fachhochschule Nordhausen/Studiengruppe zur Regenerativen Energietechnik, die ein wertvoller Kooperationspartner war sowie den ausführenden Baubetrieben und Planern.